Lars Kraume


Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Regisseur Lars Kraume griff für sein Kinodebüt „Victor Vogel – Commercial Man“ (2001) auf eigene Erfahrungen zurück. Sein Vater ist Geschäftsführer einer Werbeagentur, er selbst lernte die Arbeit als Werbefotograf. „Victor Vogel“ (Alexander Scheer) wird dank seines dreisten Auftretens in der Werbeagentur von Götz George zum Leiter der Kampagne für den neuen Opel-Sportwagen und lernt an der Seite von George und Maria Schrader als Marketing-Chefin den Irrsinn der Branche und das Leben auf der Überholspur kennen, was ihn fast seine große Liebe (Chulpan Khamatova aus „Luna Papa„) kostet.

Lars Kraume, geboren 1973, studierte an der DFFB Berlin und legte mit der ZDF-Produktion „Dunckel“ 1998 sein Spielfilm-Debüt vor: Drei verkrachte Brüder der Familie Dunckel finden sich nach Bankraub und Mord an einem Polizisten auf der Flucht wieder. Der Krimi erinnert an Tarantino und „Tod eines Handlungsreisenden“ und hat mit Oliver Korritke, Florian Lukas und Sebastian Blomberg drei glänzend spielende Loser.

2001 entstand auch mit einem Mini-Budget das filmische Experiment „Kismet – Würfel dein Leben„, bei dem Kraume in einem Mix aus Fiktion und Dokumentation zwei junge Menschen auf einer Europareise begleitet, bei der jeweils der nächste Schritt durch Auswürfeln entschieden wird. Ein weiteres Experiment mit dokumentarischem Charakter bildete „Keine Lieder über die Liebe“ (2005), das mit größtenteils improvisierten Szenen und Dialogen den Versuch eines jungen Mannes (Florian Lukas) schildert, der einen Film über die Tournee seines Bruders (Jürgen Vogel) und dessen Band drehen will, wobei erschwerend hinzukommt, dass der Musiker eine Affäre mit der Freundin seines Bruders hatte.

Seit 2003 inszeniert und schreibt Kraume auch für den Frankfurter Ableger der ARD-Reihe „Tatort“.

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